«Mit Azure Stack garantieren wir den Datenstandort Schweiz»

Die Hybrid-Cloud-Plattform Azure Stack bringt Agilität und die schnellen Innovationen des Cloud Computing in die lokale Umgebung von Unternehmen. Der Cloud-Spezialist Andreas Siegrist der GIA Informatik AG nimmt zu diesem aktuellen Thema Stellung.

Andreas Siegrist, was ist neu an Azure Stack im Vergleich zu anderen Cloud-Lösungen?

Mit Azure Stack ist es möglich, Azure Services in unser Datacenter zu holen und unseren Kunden äusserst einfach über das Internet anzubieten. Zudem erhalten wir mit Azure Stack von Microsoft eine validierte und vorfabrizierte Plattform, die von der Festplatte bis zum Management aus einem Guss ist. So werden eine sehr hohe Verfügbarkeit und Services auf ISO-Basis sichergestellt.

Welches sind die Vorteile?

Wir kombinieren die Nutzung der hochstandardisierten Azure Services mit den Vorteilen der Schweiz.

  • Die Nähe zum Kunden bringt starke Verbesserungen in der Netzwerk-Performance, da der Weg zu GIA viel kürzer ist als in die Microsoft-Datacenter in Irland oder Holland.
  • Azure Stack unterstützt unsere Kunden bei der digitalen Transformation durch agile und flexible IT, die auf den erprobten Standards der Cloud basieren.
  • Microsoft hat die Vision des „Cloud OS“: Kunden können ihre Workloads auf der Azure-Basis aufbauen und haben danach die freie Wahl, wo sie diese betreiben wollen – ob im eigenen Datacenter, beim Provider ihres Vertrauens oder in der Public Azure Cloud. Diese Flexibilität bietet GIA nun mit Azure Stack.
  • Es entstehen für die Nutzer keine Investitionskosten mehr, sondern ausschliesslich Betriebskosten (Operating Expenditure, Opex).
  • Mit Azure Stack stellen wir für Cloud Developer/DevOps die notwendige Umgebung bereit und bieten den Standortvorteil mit tiefen Latenzzeiten.

Foto Andreas Siegrist am Arbeitsplatz

„GIA wird von Microsoft prioritär behandelt“, so Andreas Siegrist, Lead ICT Architect der GIA Informatik AG.

Weshalb setzt die GIA Informatik AG auf Azure Stack?

Primär, um den Service agiler, effizienter und schneller zu erbringen. Als Provider stellen wir sicher, dass die Kunden ihr teuerstes Gut – ihre Daten – in der Schweiz haben und trotzdem von Innovationen aus der Cloud profitieren. Nutzern, die aus regulatorischen Gründen nicht in die Public Cloud dürfen oder dies nicht wollen, bieten wir so eine performante Alternative. Sie schätzen die Einfachheit und Flexibilität der Azure Services und erhalten „den Fünfer und das Weggli“.

Weshalb ging GIA eine Partnerschaft mit HPE ein?

Azure Stack ist ein Bundle – bestehend aus Computer, Netzwerk, Storage inklusive Software. Deshalb hat sich Microsoft entschieden, sich in der ersten Phase auf drei ausgesuchte Hardware-Hersteller zu beschränken: HPE, Dell/EMC und Lenovo. Da GIA auf eine jahrelange, erfolgreiche Zusammenarbeit mit HPE zurückblicken darf, setzen wir nun auch mit Azure Stack auf diesen Partner. Zudem verhält sich HPE sehr innovativ, was uns entgegenkommt. Beispielsweise werden wir an der Technologie-Konferenz „HPE Discover“ in Madrid promotet.

Gehört GIA zu den Early Adopters?

Ja. GIA setzt sich bereits seit 2016 intensiv mit Azure Stack auseinander und ist damals der Early-Adopter-Initiative (EAI) beigetreten. Dadurch erhielten wir bereits im Vornherein wichtige Informationen über die Technologie und das Businessmodell. So wurde GIA an der Ignite 2017 in Orlando – der wichtigsten technischen Konferenz von Microsoft – zusammen mit anderen EAI-Teilnehmer publiziert und wird von Microsoft prioritär behandelt. Durch die Teilnahme an der EAI haben wir uns einen Know-how-Vorsprung erarbeitet, den wir nun für unsere Kunden einsetzen.

Wie steht es um die Kosten?

Wichtig zu wissen ist, dass wir Azure Stack primär als Plattform anbieten und nicht verkaufen. Unsere Kunden können diese direkt im Datacenter für ihre hybride Cloud nutzen; zudem stellen wir angereicherte Services auf Basis von Azure Stack zur Verfügung. Für die Abrechnung bieten wir folgende Modelle an: monatsbasiert zu einem niedrigen Preis und als Pay-per-Use-Modell mit Limiten für die optimale Kostenkontrolle. Die Kunden skalieren die benötigten Ressourcen flexibel nach Bedarf und bezahlen nur, was sie effektiv verbrauchen.

Wie sieht die nahe Zukunft mit Azure Stack aus?

Wir erhalten in Bälde den ersten HPE-Azure-Stack der Schweiz. Entsprechend sind wir mitten in den Installationsvorbereitungen. Unser Datacenter in Oftringen ist bereits ab Ende November produktiv. Danach prüfen wir die neuen Services gründlich und werden ab Anfang 2018 die ersten Kunden beliefern.

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