Die GIA Informatik AG ermöglichte es, dass mit BKW Building Solutions eine Firmengruppe CAD-Workstations unter Anwendung von VDI betreibt

Die IT-Dienstleisterin entschied sich für einen Mobility-Ansatz, der die sichere Berechtigung auf Unternehmensdaten auch bei geringer Netzwerkbandbreite garantiert.

«In einer Pilotphase bauten wir – in enger Abstimmung mit BKW Building Solutions – die Grundlage für den späteren Betrieb auf.»
Stefan Lerch, verantwortlich für den Verkauf IT-Solutions GIA Informatik AG

Wie muss die Informatik aufgestellt sein, um eine Firmenstrategie mit starkem Wachstum optimal zu unterstützen? Die BKW Building Solutions – eine eigenständige Firmengruppe innerhalb des BKW-Konzerns – mit vor wenigen Jahren rund zwölf Unternehmen und 500 Mitarbeitenden plante die Fortsetzung des starken anorganischen Wachstums durch weitere Zukäufe von KMU im Bereich der Gebäudetechnik. Bis dahin war die zentrale IT-Organisation des Konzerns für die Integration und den IT-Betrieb der einzelnen Firmen beauftragt. Sie war für hohe Sicherheitsstufen und komplexe Konzernanforderungen konzipiert. «Im Frühjahr 2016 führten wir eine Evaluation für ein IT-Outsourcing für den Geschäftsbereich Building Solutions durch, weil die Informatik schneller, flexibler und passgenau auf kleinere Firmen adaptierbar sein musste», erklärt Julian Fröhlich, Leiter Informatik BKW Building Solutions.

«Das Citrix-VDI-Projekt hatte Pioniercharakter, da die Firmengruppe erstmals CAD-Workstations unter Anwendung von VDI betreibt.»

Julian Fröhlich
Leiter Informatik, BKW Building Solutions

Citrix-VDI-Projekt mit Pioniercharakter

Mit der GIA Informatik AG aus Oftringen gewann ein IT-Anbieter die Evaluation, der diese Dynamik professionell unterstützt. Neben dem IT-Outsourcing stand ein Citrix-VDI-Projekt auf dem Programm. «Dieses hatte Pioniercharakter», so Julian Fröhlich, «da die Firmengruppe erstmals CAD-Workstations unter Anwendung von VDI (Virtual Desktop Infrastructure) betreibt.» Dabei wurden die unterschiedlichen CAD-Anwendungen aus den Bereichen der Elektro- und HLKS-Firmen von einer lokalen Installation auf den Arbeitsplätzen der Anwender in die virtuelle Datacenter-Umgebung auf der GIA-Cloud überführt. 

«Durch den Einsatz der bewährten Citrix-Technologie und additiver Verwendung der NVIDIA-Grafikbeschleunigung werden die verschiedenen CAD-Systeme virtuell verwendet.»
Stefan Lerch, verantwortlich für den Verkauf IT-Solutions bei der GIA Informatik AG

«In einer Pilotphase bauten wir – in enger Abstimmung mit BKW Building Solutions – die Grundlage für den späteren Betrieb auf», unterstreicht Stefan Lerch, verantwortlich für den Verkauf IT-Solutions bei der GIA Informatik AG. «Durch den Einsatz der bewährten Citrix-Technologie und additiver Verwendung der NVIDIA-Grafikbeschleunigung werden die verschiedenen CAD-Systeme virtuell verwendet.» Während dieser ersten Phase entwickelte das IT-Unternehmen die Anwendung der Technologie weiter, baute tiefes Know-how auf und arbeitete die definitive Architektur mit Soft- und Hardware-Sizing aus.

Portraet Julian Froehlich

Julian Fröhlich, Leiter Informatik BKW Building Solutions

Rascher Projektablauf

«Das Projekt ist aktuell», sagt Julian Fröhlich. Es begann im ersten Quartal 2018 mit der Konzeptphase. Nach dem Finden einer adäquaten Lösung startete die Optimierungsphase zwischen Juni und Dezember 2018. In der Folge beschaffte der IT-Dienstleister die spezifische Hardware mit der passenden Grafikbeschleunigung, weshalb im April 2019 das Go-live erfolgte.

«Basierend auf unserer Shared Citrix Infrastructure stellten wir für die verschiedenen Applikationen kurzfristig einen sicheren und flexiblen Remote-Zugang zur Verfügung.»
Stefan Lerch, verantwortlich für den Verkauf IT-Solutions bei der GIA Informatik AG

Probleme fix gemeistert

GIA Informatik ging anfänglich davon aus, dass eine Applikation per Remote-Desktop-Zugang zur Verfügung gestellt werden müsse. Während des Projektes kamen weitere Applikationen und zusätzliche Anforderungen dazu. An mehreren der rund 90 Firmen-Standorten wurden unterschiedliche CAD-Systeme eingesetzt – eine Konsolidierung war nicht möglich. Stefan Lerch: «Basierend auf unserer Shared Citrix Infrastructure stellten wir für die verschiedenen Applikationen kurzfristig einen sicheren und flexiblen Remote-Zugang zur Verfügung.» Dabei handelt es sich um ein stark skalierbares Modell mit einer benutzer- und verbrauchsabhängigen Verrechnung auf Monatsbasis. Für die zusätzlichen Anforderungen erarbeitete GIA Informatik flexible und zielorientierte Lösungen und wog ab zwischen der Zielsetzung einer möglichst standardisierten Landschaft und den unterschiedlichen Ansprüchen der einzelnen Firmen. Deren Zahl wuchs bis dato auf über 30 mit rund 1700 Mitarbeitenden an.

«Die Benutzer wollen gerätunabhängig auf Daten und Applikationen zugreifen, um ihre Produktivität und Agilität zu steigern.»
Stefan Lerch, verantwortlich für den Verkauf IT-Solutions bei der GIA Informatik AG

Mobility-Ansatz erhöht Produktivität

Der Entscheid für einen Mobility-Ansatz fiel im Laufe des Projektes. «Die Benutzer wollen gerätunabhängig auf Daten und Applikationen zugreifen, um ihre Produktivität und Agilität zu steigern», unterstreicht Stefan Lerch. Die Fieldworker nutzen beispielsweise Tablets und vorwiegend das zentrale E-Mail- und Communications-System. Der Mobility-Ansatz garantiert die sichere Berechtigung auf Unternehmensdaten auch bei geringer Netzwerkbandbreite. Für den Zugang auf diese Informationen und Firmenapplikationen verwendet der IT-Dienstleister eine flexible Lösung basierend auf der Citrix-Technologie.

Teamsitzung BKW

Julian Fröhlich hält die Fäden bei den neusten Projekten seiner Abteilung in der Hand.

«Für die CAD-Applikationen setzen wir eine professionelle CAD-VDI-Plattform basierend auf Citrix-Technologie ein.»
Julian Fröhlich, Leiter Informatik BKW Building Solutions

Nützliche Plattformen

Die im Einsatz stehenden Applikationen sind daten- und rechenintensiv. «Diese Anwendungen baute unser IT-Dienstleister auf der VDI-Plattform auf», erklärt Julian Fröhlich. Die Mitarbeitenden von BKW Building Solutions sind so in der Lage, via VDI unterwegs oder im Home-Office zu arbeiten. Auf die CAD-Lösungen greifen sie mittels Smartphones oder Tablets zu. Die Rechenleistung befindet sich im Datacenter und nicht auf dem jeweiligen Endgerät. «Für die CAD-Applikationen setzen wir eine professionelle CAD-VDI-Plattform basierend auf Citrix-Technologie ein. Der Aufbau dauerte rund ein Jahr. Nach einer Testphase sind wir jetzt am Skalieren auf die richtige Grösse», bemerkt der Leiter Informatik BKW Building Solutions.

Tipps für ein reibungsloses Citrix-VDI-Projekt

Gutes Vertrauensverhältnis als Basis

Professionelles Projektmanagement

Ausreichend bemessene Pilotphase mit Proof of Concept

Citrix-Technologie für hohe Performance

Fachliche Fähigkeiten

Genügend personelle Ressourcen

Austausch mit Fachpersonen für mobiles Arbeiten

Foto von Stefan Lerch vor einer grauen Wand

Stefan Lerch, verantwortlich für den Verkauf IT-Solutions bei der GIA Informatik AG

«Mit der definitiven VDI-Infrastruktur für die aktuell rund 40 CAD-Stationen erzielen wir eine bessere Performance und legen die Basis für den weiteren Ausbau.»
Julian Fröhlich, Leiter Informatik BKW Building Solutions

Der Weg in die Zukunft

Das Unternehmen integriert laufend neue Firmen der verschiedenen Sparten in die Firmengruppe – zielgerichtet und effizient. Julian Fröhlich: «Die definitive VDI-Infrastruktur für die aktuell rund 40 CAD-Stationen haben wir aufgebaut und nehmen sie in Betrieb. Damit erzielen wir eine bessere Performance und legen die Basis für den weiteren Ausbau.»

Eine detaillierte Planung ist wichtig: Julian Fröhlich im Gespräch mit Stefan Perler, Leiter ICT-Betrieb und Infrastruktur BKW Building Solutions.

Faktenbox

Ziele:

  • Betrieb von CAD-Workstations unter Anwendung von VDI
  • Migration aller Daten und Systeme auf die zentrale, flexible GIA-Cloud-Plattform, um das kontinuierliche Wachstum abzudecken

Personal:

  • Account und Service Management, Projektleiter, Fachspezialisten mit Engineering-Hintergrund

Hardware:

  • Rechenleistung, Speicher und Backup werden verbrauchsorientiert als Service aus der GIA- Cloud bezogen
  • Für die speziellen Citrix-VDI-Systeme für die CAD-Applikationen setzte GIA Informatik hochwertige Grafikkarten des Typs Tesla von NVIDIA ein.

Software:

  • Citrix-Technologie

Erreichte Ziele:

  • Während der Projektphase erarbeitete GIA Informatik flexible Lösungen für neue Anforderungen und implementierte sie unter Berücksichtigung des Security und Service Level Agreements.
  • Nach einer Pilotphase wurden die CAD-Systeme virtuell im Datacenter bei GIA Informatik mittels Citrix-VDI-Technologie aufgebaut. Nun läuft der flexible und zuverlässige Betrieb.

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