Robert Bienz, ICT Architekt bei GIA Informatik, ist fasziniert von den Veränderungen durch neue Technologien

Wie er zum Triathlon-Sport kam und welche Parallelen er zwischen Beruf und Sport zieht, gibt er in diesem Interview preis.

Robert Bienz Ziel

Robert Bienz (rechts) wird am Ziel des Gigathlons von einem GIA-Mitarbeitenden empfangen.

Robert Bienz, wie sind Sie zu GIA Informatik gekommen?

Nach meiner Lehre als Elektromonteur absolvierte ich ein Studium. Daneben arbeitete ich bei der Grapha Elektronic, einer Schwesterfirma der Grapha Machinenfabrik AG, aus der später Grapha Informatik entstand. Nach meinem Studienabschluss verliess ich den Konzern und stieg danach als Plattform Engineer bei GIA Informatik ein.

Welches sind Ihre Aufgaben als ICT Architekt?

Es ist äusserst spannend, was in der IT derzeit geschieht. Nicht erst heute, sondern seit ich mich damit beschäftige. Immer mehr neue Technologien und Möglichkeiten kommen täglich auf den Markt. Es ist sehr interessant, daraus die für uns passenden Elemente zu finden und Lösungen zu erarbeiten.

Robert Bienz Ironman Hawaii am Ziel

Der Zieleinlauf am Ironman Hawaii.

Wie sind Sie zum Triathlon-Sport gekommen?

Ich beschäftigte mich während vielen Jahren mit Zeitmessungen bei diversen Sportveranstaltungen. Meine Begeisterung über die Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stieg zunehmend an. Ich konnte mir nie vorstellen, wie man solche Leistungen erbringt. Anfänglich war ich übergewichtig, begann mit Joggen, kaufte mir ein Rennrad und bestritt erste Duathlons. Mit dem Essen kommt bekanntlich der Appetit, weshalb ich Kraulschwimmen lernte, um mich auf einen Triathlon vorzubereiten.

Welche Parallelen ziehen Sie zwischen Ihrem Beruf und dem Sport?

Den Sport brauche ich als Ausgleich, und Arbeiten war schon immer eine Art Hobby – ich arbeite gerne. Bei beiden kommt man ohne Training und Weiterbildung nicht weiter.

Welche Fähigkeiten haben Sie sich im Sport erarbeitet, die Sie bei Ihrer täglichen Arbeit einsetzen?

Mentale Stärke und Ausdauervermögen sind in beiden Disziplinen sehr wichtig. Im Sport beschäftigt man sich mehrheitlich mit sich selber. Im Beruf stehen die Mitarbeitenden und Kunden im Zentrum, bei denen Einfühlungsvermögen und Vertrauen sehr hilfreich sind.

Ironman Hawaii Robert

Auf der Laufstrecke des berühmten Ironman Hawaii. Robert Bienz (Mitte) absolvierte 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen.

Ist mentale Stärke Ihr Schlüssel zum Erfolg im Beruf und im Triathlon?

Mentale Stärke ist eine der vier Säulen zum Erfolg: Material, Mental, Training, Ernährung. Das finale Ergebnis bekommt man, wenn man diese vier Komponenten miteinander multipliziert. Selbst das beste Material hilft nicht, wenn der Kopf nicht will.

Sie siegten am Gigathlon und am Powerman Zofingen. Wie fühlt es sich an, zuoberst auf dem Podest zu stehen?

Es ist ein schönes Gefühl, aber der Zieleinlauf bei jedem Event bedeutet mir viel mehr und lässt viel Platz für Emotionen. Ich muss nicht siegen. Die anderen Teilnehmenden sehe ich während der Rennen eher als Begleiter denn als Konkurrenten.

Im Beruf stehen die Mitarbeitenden und Kunden im Zentrum, bei denen Einfühlungsvermögen und Vertrauen sehr hilfreich sind.

Robert Bienz
ICT Architekt GIA Informatik AG
Schildern Sie Ihre Gefühle, als Sie beim Ironman Hawaii durchs Zielband liefen?

Das kann man nicht beschreiben. Da hat es mich trotz 40 Grad gefroren. Einfach traumhaft.

Sie sind seit 35 Jahren im Müller-Martini-Konzern. Welches sind Ihre Eindrücke?

Ich bin zwar 35 Jahre dabei, allerdings in ungefähr zehn unterschiedlichen Jobs. Vom Verdrahter zum Teamleiter über Produktionsplaner bis zum heutigen Architekten. Die Möglichkeit zu haben, diese Berufe im selben Konzern auszuüben, ist sehr schön.

Welches sind Ihre Empfindungen, wenn Sie an Ihre 25 Jahre bei GIA Informatik denken?

Kein Tag gleicht dem anderen. Sowohl technisch als auch organisatorisch. Der stetige Wandel und jede neue Herausforderung lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Es war und ist mir zu keiner Zeit langweilig.

Robert auf dem Bike

Unterwegs auf dem Rennrad bei einem Duathlon in Holland.

Hat Technologie Ihr Leben dominiert – im Triathlon und im Beruf?

Ja, sehr. Vor 30 Jahren war es unvorstellbar, ein Terabyte Daten auf einem USB-Stick in der Hosentasche mitzunehmen. Vor 30 Jahren war es für mich unvorstellbar, 10 Kilometer am Stück zu joggen. Beim Gigathlon war ich während sieben Tagen 86 Stunden unterwegs. Nichts ist unmöglich.

Wie empfinden Sie es, praktisch täglich Ihren Körper zu spüren und ihn den Elementen auszusetzen?

Wer rastet, der rostet. Kein Training ohne Ziel. Es ist immer wieder spannend, neue Methoden und Erkenntnisse aus der Sportwissenschaft am eigenen Körper zu erfahren. Nicht alles, was für andere stimmt, muss für einen selbst passen.

Im Beruf und im Sport kommt man ohne Training und Weiterbildung nicht weiter.

Robert Bienz
ICT Architekt GIA Informatik AG
Wie bereiten Sie sich auf das im März in Südafrika stattfindende Mountainbike-Etappenrennen Cape Epic vor?

Derzeit absolviere ich mein erstes von drei zehntägigen Trainingslagern auf Gran Canaria. Insgesamt werden wir in diesem Lager zirka 40 Stunden trainieren. Daneben bleibt viel Zeit zum Sonnenbaden und Erholen.

In Zukunft: Womit sind Sie unterwegs? Auf dem Velo, im Wasser oder per pedes?

Drei Mal Ja. Es gibt noch viele Sachen, die ich noch nicht ausprobiert habe. Ich werde mich bestimmt auch selbst überraschen. Und langweilig wird es mir mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht.

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