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Die GIA Informatik AG führte für die grösste Schweizer Einrichtungshändlerin, die Möbel Pfister AG, ein technisch herausforderndes und zeitlich eng kalkuliertes IT-Outsourcing-Projekt durch.

Was soll man als Firma machen, wenn man die ganze IT-Infrastruktur an einen globalen Provider ausgelagert hat, aber mit ihm aus mehreren Gründen nicht mehr zufrieden ist? Diese Frage stellte sich die Möbel Pfister AG aus Suhr, die rund 1200 Mitarbeitende und 200 Lernende beschäftigt, 20 Filialen in allen Landesteilen führt und Schweizer Marktführerin im Einrichtungsfachhandel ist. «Wir entschieden uns, die anstehende Vertragserneuerung auszuschlagen und einen Projektwettbewerb mit mehreren namhaften IT-Outsourcing-Anbietern durchzuführen», sagt Marcel Schaniel, Leiter Digital Business & Corporate Development Möbel Pfister AG.

Wettbewerb und Wahl des IT-Outsourcing-Anbieters

Pfister ging beim Projektwettbewerb und der Wahl des künftigen Providers nach einem pragmatischen Ansatz vor – und entschied sich für die GIA Informatik AG aus Oftringen. Marcel Schaniel: «Ein entscheidender Faktor waren für uns die aufgezeigten Referenzen von früheren, vergleichbaren Projekten. Auch die schnellen Durchlaufzeiten und das Preis-Leistungs-Verhältnis wurden positiv bewertet. Das gesamte Projektteam überzeugte während des Auswahlverfahrens durch eine transparente Kommunikation und sein hohes Commitment. Wir wussten: Das ist ein Partner, der über den unbedingten Willen und die entsprechenden Fähigkeiten verfügt.»

 

Foto Marcel Schaniel

«Das ganze Projekt wurde zeitlich derart gut durchgeführt, dass sämtliche Arbeiten ausschliesslich während geplanten ‹Downtimes› und im Voraus definierten Wartungsfenstern umgesetzt wurden», so Marcel Schaniel, Leiter Digital Business & Corporate Development Möbel Pfister AG. Bildquelle: © pfister.ch

In rasantem Tempo vom Konzept zum Go-Live

Den Start im Frühling 2017 bildete die Migration der umfangreichen IT-Systemlandschaft mit SAP ERP, CRM, Adobe Document Services, PI Web Dispatcher und Solution Manager. GIA transferierte mehr als 170 virtuelle Server und 50 Terabyte Daten in ihre Datacenter und nahm diese Systeme bereits im Frühherbst 2017 in Betrieb. Über 1000 Benutzer profitieren von der neuen IT-Infrastruktur mit über 300 Notebooks und diversen Tablets. Gleichzeitig begann der Outsourcing-Spezialist mit dem kompletten Neuaufbau des First-Level-Supports. Am Hauptsitz von Pfister in Suhr wurde ein Servicedesk mit mehreren GIA-Mitarbeitern errichtet.

Überdies implementierte der IT-Dienstleister für die gesamte Pfister Gruppe ein neues Netzwerk inklusive einer topmodernen Wireless-LAN-Lösung. Stefan Lerch, Account Manager GIA Informatik AG: «Wir verwendeten hierfür die modernste Funktechnik, um die geplanten Innovationen von Pfister vollständig zu unterstützen.» Ein Beispiel: In verschiedenen Filialen stehen nun moderne Touchscreen-Stelen für die Kunden bereit. Durch einfache Monitorberührung erhält ein freier Wohnberater über seine Smartwatch eine Meldung – und begibt sich sogleich zur entsprechenden Stele, um den Kunden persönlich in Empfang zu nehmen. Auf diese Weise können die Beratungswünsche in den Filialen noch schneller erfüllt und die Kundenorientierung optimiert werden.

Der grösste Schweizer Einrichtungsfachhändler ist überzeugt, dass man nur dann wirklich glücklich ist, wenn man sich zuhause wohlfühlt. Mit kreativen Inspirationsideen und cleveren Einrichtungslösungen will er seine Kundinnen und Kunden auf allen Kanälen überraschen. Bildquelle: © pfister.ch

Was war speziell am Projekt?

Das Vorhaben bildete für die GIA-Projektleiter eine grosse Herausforderung. Denn gerade die technischen Komponenten waren alles andere als alltäglich. So verfügt der grösste Schweizer Einrichtungsfachhändler über eine wesentliche Anzahl an involvierten Partnern für das Printing, das automatische Kleinteilelager, die Kassensysteme und die Webshop-Applikationen. Zudem gestaltete sich die Systemlandschaft mit zahlreichen Schnittstellen und vielen Abhängigkeiten sehr komplex. «Diese Bedingungen erforderten ein professionelles Projektmanagement und hochverfügbare sowie flexible Systeme», weiss Stefan Lerch. «Dank diesen können wir zum Beispiel an einem Tag wie dem ‹Black Friday›, der die Weihnachtseinkaufssaison einläutet, situativ mehr Systemressourcen an Speicher- und Rechenleistung zuweisen.»

Pfister schätzt die kurzen Wege

Der Mehrwert des Projektes ist gross, bestätigt Marcel Schaniel. «Der ökonomische Nutzen ist signifikant. Zudem sind die Durchgriffswege zum Spezialisten kurz. Des Weiteren verfügen wir nun über einen adäquaten First-Level-Support, generell schnellere Lösungen sowie eine höhere User-Zufriedenheit und optimierte Kundenwahrnehmung – letztere primär aufgrund unserer neuen, digitalen Interaktionsmöglichkeiten.»

informationssaeule moebel pfister

Touchscreen-Stelen – wie hier am Pfister Hauptsitz in Suhr –, die mit einer modernen Funktechnologie ausgestattet und mit der Smartwatch der Wohnberater verbunden sind, machen das Kundengespräch zu einem besonderen Erlebnis. Bildquelle: © pfister.ch

Nächste Schritte

Jüngst stellte GIA das Verrechnungsmodell fertig und fuhr es hoch. Auch die Integration von Möbel Egger, Möbel Hubacher und Möbel Svoboda sowie aller Filialen wurde vor kurzem erfolgreich beendet. Marcel Schaniel: «Wir planen zudem eine Erneuerung und Mobilisierung des digitalen Workplace – bei gleichbleibendem Preis wie eine stationäre IT-Ausstattung.»

«Mit einer kundenorientierten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit hat GIA einmal mehr fundiertes Projektmanagement, kompetente Engineering-Leistungen und die erfolgreiche Durchführung eines hochkomplexen Transition-Projektes bewiesen», sagt Stefan Lerch, Account Manager GIA Informatik AG.

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