Mit SAP HANA zu tieferen Lizenzkosten

Die Unternehmenssoftware von SAP bildet das Fundament zur Steuerung der geschäftskritischen Prozesse des Getränkeherstellers Rivella aus Rothrist. Die in seinen Rechenzentren stehenden SAP-Systeme werden von GIA remote betrieben. 

Das HANA-Projekt wurde lanciert, weil die SAP-Plattform in die Jahre gekommen war und erneuert werden musste. «Aufgrund der hohen Lizenzkosten wollte Rivella so schnell wie möglich die Oracle-Datenbank mit einem adäquaten Ersatz ausstatten. Im Bereich der SAP-Anwendung stand man vor der Implementierung des zentralen Planungstools für die Absatz-, Aktions-und Invest-Planung», sagt Daniel Abbühl, Sales Manager bei GIA. Weitere performanceintensive Business-Intelligence-(BI)-Anwendungen zur optimalen Steuerung des Unternehmens ergänzten den Anforderungskatalog. Für die Umsetzung entschied sich Rivella für GIA; dies aufgrund der zuverlässigen Zusammenarbeit in der SAP-Basis und der hohen Kompetenz der Mitarbeitenden in den neuen Technologien von SAP.

Konkrete Vorteile

HANA ist eine In-Memory-Datenbank und Technologieplattform – entwickelt für analytische Anwendungen, die sich in schneller Geschwindigkeit umsetzen lassen. Darin enthalten sind Businesswarehouse-Funktionalitäten, weshalb ein zusätzlicher Business-Information- Warehouse-(BW)-Server für das BI-Projekt hinfällig wurde. Dank dieser Technologie laufen sogenannte Langläufer-Transaktionen durchschnittlich 40 Prozent schneller. Kurt Baumgartner, Projektleiter bei Rivella: «Einige Programme optimierten wir gezielt. Wir erreichten Werte von bis zu sechzig Mal schnellerer Verarbeitung. Zudem benötigten wir 50 Prozent weniger Speicherbedarf, da HANA eine Technologie anwendet, bei welcher die Daten komprimiert gespeichert werden. Mit HANA schufen wir die Voraussetzung, grosse Datenmengen in Echtzeit auszuwerten. Somit sind wir bereit für die digitale Transformation und neue Anwendungen wie S/4HANA, der neuen Enterprise-Management-Software von SAP.»

Projektablauf

Die Aufgabe von GIA bestand darin, die bestehende Systemlandschaft auf HANA zu migrieren. Nach dem Aufbau der geeigneten Infrastruktur – Tailored Datacenter Integration (TDI) – bei Rivella wurde eine erste Migration auf ein Sandbox-System durchgeführt, um  Aufschluss über die zu erwartenden Laufzeiten zu erhalten. GIA Projektleiter Thomas Waldesbühl: «Anfang Februar 2016 migrierte GIA das Entwicklungssystem von Oracle auf HANA. Dank den Erfahrungen mit dem Sandbox-System traten hier keine grösseren Probleme auf und Rivella konnte die notwendigen applikatorischen Anpassungen vornehmen.» Erste Funktionstests wurden durch einige Key-User durchgeführt. Mitte März stand das Qualitätssicherungssystem für den Integrationstest bereit; Ende März fand schliesslich die  problemlose Migration des Produktivsystems statt.

Grosse Erfahrung

Um dieses Projekt zu meistern, setzte sich GIA schon früh mit dem Thema HANA auseinander. Zudem verfügte das Unternehmen bereits über profunde Erfahrungen mit der Migration und dem Betrieb von HANA-Systemen. Kombiniert mit der zusätzlichen Migration auf ein Sandbox-System führte dies zu einer grossen Sicherheit in Bezug auf die Migration der Kundensysteme.

Stolperstein

«Eine Herausforderung bildeten die vielen Eigenprogrammierungen, die nicht für HANA vorgesehen waren», sagt Kurt Baumgartner. Einige wenige Programme mussten deshalb angepasst werden, da sie sonst fehlerhafte Resultate produziert hätten. Der grosse Rest wurde nach Programmen untersucht, die eine lange Laufzeit haben oder sehr oft benutzt werden. Diese wurden innerhalb des Projektes optimiert.

Nutzen des Projekts

Aufgrund des Projekts verzeichnet Rivella deutlich tiefere Lizenzkosten für die Datenbank und stark verbesserte Antwortzeiten. Zudem bewirkte das Projekt eine Verbesserung der Dialog-Response-Time um zirka 50 Prozent auf durchschnittlich 0,2 Sekunden. «Des Weiteren erfüllen wir nun die Voraussetzungen für SAP-Business-Planning-and-Consolidation und sind bereit für zukünftige Anforderungen», so Kurt Baumgartner.

In Zukunft geht es so weiter

Mit der Lancierung von SAP HANA ist die Grundlage für den nächsten SAP-Release gelegt. Rivella plant, S/4HANA in den nächsten zwei bis drei Jahren einzuführen.

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Hansjörg Noser
Spezialist SAP Beratung & Outsourcing
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